Berlin ist die internationalste Stadt Deutschlands. Menschen aus fast allen Ländern der Welt leben, studieren und arbeiten hier. Entsprechend häufig landen ausländische Urkunden, Zeugnisse und Verträge auf den Schreibtischen der Berliner Behörden. Fast immer gilt dabei: Ohne beglaubigte Übersetzung geht es nicht.
Dieser Ratgeber zeigt, wann Sie eine beglaubigte Übersetzung brauchen, wie Sie sie schnell bekommen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Wann eine beglaubigte Übersetzung nötig ist
Berliner Behörden verlangen beglaubigte Übersetzungen unter anderem für:
- die Eheschließung beim Standesamt,
- Anträge beim Landesamt für Einwanderung,
- die Anerkennung ausländischer Berufs- und Hochschulabschlüsse,
- die Einschreibung an Universitäten und Hochschulen,
- Gerichts- und Notartermine,
- die Umschreibung eines ausländischen Führerscheins.
Eine beglaubigte Übersetzung Berlin wird von einem Übersetzer angefertigt, der von einem deutschen Gericht ermächtigt oder öffentlich bestellt wurde. Mit Stempel und Unterschrift bestätigt er die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übersetzung.
Vereidigt, ermächtigt, beeidigt
Je nach Bundesland heißen die Übersetzer unterschiedlich: vereidigt, ermächtigt, beeidigt oder öffentlich bestellt. Für die Praxis ist der Unterschied gering. Entscheidend ist, dass ein vereidigter Übersetzer Berlin oder ein in einem anderen Bundesland ermächtigter Übersetzer die Übersetzung beglaubigt. Berliner Behörden erkennen in der Regel Beglaubigungen aus ganz Deutschland an.
Eine Übersetzung von Freunden, Verwandten oder aus dem Internet wird nicht akzeptiert, auch wenn sie inhaltlich richtig ist.
Schnell zum Ergebnis
Termine bei Berliner Ämtern sind begehrt. Wer endlich einen Termin hat, möchte ihn nicht wegen fehlender Übersetzungen verlieren. Ein erfahrenes Übersetzungsbüro Berlin kann Standardurkunden oft innerhalb weniger Werktage liefern, auf Wunsch auch als Eilauftrag.
So beschleunigen Sie den Ablauf:
- Senden Sie gut lesbare Farbscans aller Seiten, inklusive Rückseiten.
- Legen Sie eine Kopie Ihres Passes bei, damit Namen korrekt geschrieben werden.
- Nennen Sie die Behörde und den Zweck der Übersetzung.
- Geben Sie an, ob Sie die Übersetzung per Post oder zur Abholung möchten.
Heiratsurkunden und Familienunterlagen
Internationale Paare gehören in Berlin zum Alltag. Für die Anmeldung der Eheschließung verlangt das Standesamt meist Geburtsurkunden, Ledigkeitsbescheinigungen und gegebenenfalls Scheidungsurteile. Wer bereits im Ausland geheiratet hat, muss die Heiratsurkunde übersetzen lassen, etwa für die Namensführung, den Aufenthaltstitel oder die Steuerklasse.
Viele Sprachen, ein Ansprechpartner
In Berlin werden Übersetzungen aus Dutzenden Sprachen gebraucht: Türkisch, Arabisch, Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Vietnamesisch, Spanisch, Englisch und viele mehr. Auch Ostasien ist stark vertreten, durch Studierende, Fachkräfte und Start-up-Gründer. Eine beglaubigte Übersetzung Koreanisch Deutsch wird beispielsweise häufig für Hochschulzeugnisse, Familienregisterauszüge und Arbeitsverträge benötigt.
Ein Büro, das viele Sprachen abdeckt, erspart Ihnen die Suche nach einzelnen Übersetzern für jede Urkunde.
Informationen der Berliner Verwaltung
Welche Unterlagen für welche Dienstleistung benötigt werden, steht im Serviceportal service.berlin.de. Dort finden Sie zu jeder Leistung eine Liste der erforderlichen Dokumente und Hinweise, ob Übersetzungen beglaubigt sein müssen.
Apostille und Legalisation
Für manche ausländische Urkunden verlangen Berliner Behörden zusätzlich eine Apostille oder eine Legalisation. Diese Bestätigung muss im Ausstellungsland eingeholt werden, bevor die Urkunde übersetzt wird. Klären Sie das am besten vorab mit der zuständigen Stelle, denn eine nachträgliche Apostille bedeutet meist eine neue Übersetzung des Vermerks.
Häufige Fehler
- Nur die Vorderseite einer Urkunde wird eingereicht.
- Namen sind anders geschrieben als im Pass.
- Die Übersetzung stammt nicht von einem ermächtigten Übersetzer.
- Die Urkunde ist zu alt, die Behörde verlangt ein aktuelles Dokument.
- Die Apostille fehlt oder wurde nicht mitübersetzt.
Kosten
Die Preise für beglaubigte Übersetzungen hängen von Sprache, Umfang und Dringlichkeit ab. Standardurkunden wie Geburts- oder Heiratsurkunden sind meist zu einem überschaubaren Festpreis erhältlich. Zeugnisse mit umfangreichen Fächerlisten oder Verträge werden nach Umfang berechnet. Fragen Sie vor der Beauftragung nach einem verbindlichen Angebot.
Digital oder auf Papier
Viele Berliner Behörden verlangen weiterhin das Original der beglaubigten Übersetzung auf Papier. Einige Stellen akzeptieren inzwischen auch elektronisch beglaubigte Übersetzungen mit qualifizierter elektronischer Signatur. Fragen Sie im Zweifel nach und bestellen Sie lieber ein zusätzliches Papierexemplar, wenn Sie dieselbe Urkunde bei mehreren Ämtern vorlegen müssen.
Ein zweites Exemplar ist günstiger als eine erneute Bestellung kurz vor dem nächsten Termin.
Zeugnisse und Anerkennung
Für viele Zugezogene ist die Anerkennung des Berufsabschlusses der wichtigste Schritt in den Berliner Arbeitsmarkt. Ärztinnen, Pflegekräfte, Lehrer, Ingenieurinnen und Handwerker müssen Diplome, Fächerlisten und Praktikumsnachweise einreichen. Diese Unterlagen sind oft umfangreich und enthalten Fachbegriffe, Notensysteme und Stundenangaben, die sorgfältig übertragen werden müssen.
Ein guter Übersetzer übernimmt die Originalnoten und erklärt das Bewertungssystem bei Bedarf in einer Anmerkung, statt die Noten eigenmächtig umzurechnen. Die Umrechnung ist Aufgabe der Anerkennungsstelle. Wichtig ist außerdem, dass Fachbezeichnungen in Diplom und Fächerliste einheitlich übersetzt werden, damit die Unterlagen eindeutig zusammenpassen.
Unterstützung für Unternehmen
Berliner Start-ups und Unternehmen stellen viele internationale Fachkräfte ein. Personalabteilungen profitieren davon, Übersetzungen gebündelt bei einem Dienstleister zu beauftragen: einheitliche Schreibweisen, klare Preise und ein fester Ansprechpartner erleichtern die Visa- und Aufenthaltsverfahren für neue Mitarbeitende erheblich. Auch Arbeitsverträge, Gehaltsnachweise und Arbeitgeberbescheinigungen können so schnell in der benötigten Form bereitgestellt werden.
Fazit
Beglaubigte Übersetzungen sind in Berlin der Schlüssel zu vielen Behördengängen. Wer frühzeitig bestellt, vollständige Scans und eine Passkopie mitschickt und mit einem erfahrenen Übersetzungsbüro arbeitet, bekommt seine Unterlagen schnell, korrekt und behördentauglich.
